Vorgarten: Schottergarten, Pflaster oder Bepflanzung?

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In den letzten Jahren hat sich vor allem bei Einfamilienhäusern ein Trend weg von der Bepflanzung des Vorgartens hin zu gepflasterten oder mit Schotter gestalteten Flächen entwickelt. Ein oft vorgebrachtes Argument dafür ist, der damit auf ein Minimum reduzierte Pflegeaufwand. Unsere Experten klären über die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten auf und haben zusammengestellt, welche Gestaltungsform welche Arbeit verursacht. Außerdem: Was für Vor- und Nachteile bringen Schottergärten oder andere Formen der Vorgartengestaltung mit sich?

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Seinen Vorgarten kann jede Hausbesitzer:in nach eigenem Geschmack gestalten. Je nach Kommune gibt es jedoch Vorgaben, die dabei zu beachten sind.
  • Die Art der Vorgartengestaltung hat einen starken Einfluss auf das Mikroklima am Haus.
  • Gepflasterte Flächen und Schottergärten heizen sich im Sommer stark auf, Regenwasser kann nicht gut versickern. Dadurch machen sie das Haus anfälliger für die Auswirkungen des Klimawandels.
  • Schottergärten erfordern regelmäßige und relativ aufwändige Pflege.
  • Ein Steingarten ist kein Schottergarten und eine ideale Anlage für Menschen, die möglichst wenig Arbeit mit dem Vorgarten haben wollen.
  • Mit einem bepflanzten Vorgarten kann man diese Fläche räumlich gestalten und den Blick des Betrachters aktiv lenken.
Vorgärten einer Reihenhaussiedlung
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Das sogenannte Schottergartenverbot sorgt in der ganzen Republik für Diskussion. Immer mehr nordrhein-westfälische Kommunen schreiben in ihre Gestaltungssatzung für Vorgärten ein Mindestmaß an Bepflanzung vor und schließen komplett versiegelte Flächen oder solche mit reduzierter Wasseraufnahmefähigkeit aus.

Gründe für die Vorgaben sind zum einen die immer häufigeren und extremeren Auswirkungen des Klimawandels wie Starkregenereignisse, hohe Temperaturen und lange Trockenphasen. Hausbesitzer:innen sowie Mieter:innen sind gut beraten, diese Phänomene in ihre Überlegungen für den Vorgarten mit einzubeziehen. Denn die verschiedenen Möglichkeiten der Gestaltung haben ganz unterschiedliche Auswirkungen auf das Mikroklima und die Wetterfestigkeit eines Hauses. Zum anderen soll angesichts des Artenrückgangs im bebauten Bereich ein Mindestmaß an Lebensräumen und Nahrung für Insekten sichergestellt werden.

Die gute Nachricht für Menschen, die keine intensive Gartenarbeit betreiben möchten: Es ist möglich, einen Vorgarten begrünt und gleichzeitig pflegeleicht zu gestalten.

Der Vorgarten als Visitenkarte des Hauses

Der Vorgarten ist das Erste, was man von einem Haus wahrnimmt. Er stellt also die Visitenkarte dar. Viele Menschen legen daher großen Wert darauf, dass er ihr Haus mit seinen Bewohner:innen angemessen repräsentiert. Der individuellen Gestaltung dieses Bildes am Eingang sind fast keine Grenzen gesetzt. Gewisse Aspekte sind jedoch zu beachten: Von jeher legen Kommunen (in Bebauungsplänen) fest, wie beispielsweise die bauliche Gestaltung von Häusern oder die Farbe von Fassaden in einzelnen Stadtteilen auszusehen hat. Entsprechend haben sie mit ihren Gestaltungssatzungen auch die Möglichkeit, Vorgaben für die Anlage des Vorgartens zu machen. Dies tun sie beispielsweise in Bezug auf die Wasserdurchlässigkeit des Bodens (bei Pflasterungen) oder indem sie eine Bepflanzung vorschreiben. Wer also plant, sein Fleckchen zur Straße neu anzulegen oder umzugestalten, sollte sich informieren, ob in seiner Kommune für den jeweiligen Wohnort eine Gestaltungssatzung existiert und diese mit seinen Ideen vorher abgleichen. 

Der Vorgarten schafft in der Regel einen Abstand zwischen Haus und Straße. Er erfüllt oft auch noch funktionale Aufgaben wie beispielsweise Fahrräder oder Mülltonnen zu beherbergen. Eine Anlage mit Pflanzen kann auch diese Elemente gestalterisch mit einbeziehen.

Der gepflasterte Vorgarten

Gepflasterte Vorgärten sind meist reine Funktionsflächen. Sie dienen als Weg zum Haus, als Abstellplatz fürs Auto oder als eine Art Hof. An einen Vorgarten im eigentlichen Sinne erinnert eine solche Gestaltung nicht. Mit der Pflasterung wird der Boden großflächig versiegelt. Das geschieht, indem der Boden je nach Bodenart bis eine Tiefe von 50 bis 80 cm abgetragen und durch ein Schottergemisch ersetzt wird. Darauf kommt eine Ausgleichsschicht aus Sand oder Splitt und obendrauf der Belag aus Pflaster – oft Beton.

Gepflasteter Vorgarten
Ein gepflasterter Eingangsbereich. Bild: Elisabeth Mertens

Vor- und Nachteile

Wer ein aufgeräumtes und geradliniges Erscheinungsbild des Grundstücks mag, wird den gepflasterten Vorgarten schätzen. Doch Vorsicht: Diese Form der Gestaltung bringt auch einige Nachteile mit sich:

  1. Indem die Erde abgetragen und durch einen Unterbau aus Schotter sowie Betonpflaster ersetzt wird, versiegelt man den Boden. Das bedeutet, dass Regen oder tauender Schnee nicht versickern kann und in die Kanalisation geleitet werden muss. Fällt, wie in den letzten Jahren in Nordrhein-Westfalen immer wieder geschehen, viel Regen auf einmal, führen gepflasterte Flächen zu einer Flutung und damit zur Überlastung der Kanalisation. Sobald diese ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen kann, entstehen lokale Überschwemmungen mit vollgelaufenen Kellern. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, bieten viele Kommunen reduzierte Abwassergebühren für unversiegelte Flächen wie offene Pflasterungen oder Dachbegrünungen an. 

    Unwetter mit Starkregen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Wie kann ich mein Haus dagegen schützen? Infos dazu bietet die Verbraucherzentrale NRW unter www.abwasser-beratung.nrw/schutz-vor-starkregen
  2. Der verbleibende Boden ist versiegelt, der Luft- und Wasseraustausch behindert und dadurch die bodenbewohnenden Mikroorganismen reduziert. Darüber hinaus bietet diese Fläche durch die Versiegelung keinerlei Lebensraum mehr für Pflanzen und Tiere.
  3. Eine gepflasterte Fläche ist ein Hitzefang. Durch Sonneneinstrahlung heizt sie sich tagsüber auf und gibt die Wärme nachts wieder ab. Die Umgebung kann sich dadurch schlecht abkühlen. Für den Menschen und auch Tiere fühlt sich das Umgebungsklima einer gepflasterten Fläche im Sommer oft unangenehm heiß an.


Pflege

Wer das Aufgeräumte seines gepflasterten Vorgartens schätzt, kommt um die regelmäßige Pflege nicht herum. Je nach Lage sammelt sich dort regelmäßig Schmutz, oder es entstehen Beläge oder Flecken. Was nicht durch Fegen oder eine Bearbeitung mit einer harten Bürste entfernt werden kann, bedarf einer aufwendigen Behandlung mit Spezialmitteln oder einem Hochdruckreiniger. Das aufgeräumte Erscheinungsbild der Fläche wird häufig auch dadurch gestört, dass in den Fugen hartnäckige Wildkräuter sprießen. Oder Ameisen befördern den Sand aus den Fugen nach oben. Beidem ist meist nur durch kontinuierliche Pflege – Fugen auskratzen und Einsatz von umweltschädlichen Giften – beizukommen und bedeutet im Grunde das genaue Gegenteil einer pflegeleichten Fläche.

Der Schottergarten

Seit einigen Jahren entscheiden sich Eigenheimbesitzer:innen vor allem bei Neubauten immer häufiger für Schottergärten vor dem Haus. Darunter versteht man eine Anlage mit flächig ausgebrachten Kies- oder Schottersteinen. In der Regel finden sich dort keine oder nur vereinzelt Pflanzen.

Schottergarten
Ein Schottergarten mit einzeln stehenden Pflanzen. Bild: Udo Herrmann / stock.adobe.com

Vor- und Nachteile

Wie bei gepflasterten Flächen ist das Hauptargument für den Schottergarten das ordentliche Erscheinungsbild, und oftmals wird hier auch der geringe Pflegeaufwand genannt. Doch hier ist Bedacht geboten, denn in Schottergärten sind bereits nach relativ kurzer Zeit umfangreiche Reinigungsarbeiten nötig, um den künstlich sauberen Zustand der Flächen zu erhalten. 

Damit kein Wildkraut (Unkraut) sprießt, bringt man zunächst ein sogenanntes Garten- oder Unkrautvlies aus, das man an den Stellen einschneidet, wo einzelne Pflanzen stehen sollen. Bei dem Vlies handelt es sich meist um ein engmaschiges Kunststoffgewebe, das zwar Regenwasser versickern lässt, aber das Aufwuchs von unerwünschten Pflanzen verhindert.

Was viele nicht wissen: Diese beiden Funktionen des Vlieses nehmen nach einer gewissen Zeit ab. Aus der Luft wird organisches Material, wie Laub, zwischen den Steinen angeweht, das sich zersetzt und somit die Voraussetzung für Pflanzenbewuchs bietet. Mit natürlichen Mitteln ist das Wachsen von Wildkräutern dann nicht zu verhindern. Gleichzeitig setzt sich das organische Material auch in die Maschen des Vlies-Gewebes, so dass diese verstopfen. Die Folge: Wasser kann nicht mehr gut versickern. Bei Regen sammelt sich zwischen den Steinen die Feuchtigkeit, wodurch zum Beispiel Algenbelag entsteht.

Weitere Nachteile bei dieser Form des Vorgartens sind für Mensch und Natur nicht unerheblich:

  1. Die Fläche bietet keinerlei Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Das Bodenleben ist stark eingeschränkt.
  2. Selbst bei einem intakten Vlies versickert Regenwasser nicht ungehindert. Das kann bei Starkregen zu Wasserrückstau bis hin zu Überschwemmungen direkt am Haus führen.
  3. Die Schotterfläche heizt sich in der Sonne ungehindert auf. Am Haus legt man sich damit also eine zusätzliche Hitzequelle an, die sommers auch nachts nur wenig abkühlt.


In einem Modellversuch wurde ermittelt, wie sich Schotter im Vergleich zur Pflanzfläche tagsüber stärker erwärmt, tagsüber sogar über 50 °C. Die Temperatur der Schotterfläche lag im Versuch meistens um mindestens 10°C bis teilweise sogar 20°C höher als die der Pflanzfläche. Wenn sich nachts die Lufttemperatur abkühlte, glichen sich die Oberflächentemperaturen der beiden Flächen fast wieder an. 

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam der Vergleich von Schotter- bzw. Pflasterflächen und Grünflächen unter Zuhilfenahme einer Wärmebildkamera. Auch noch in den spätsommerlichen Abendstunden wiesen Schotter- und Pflasterflächen sowie Mauern eine mehr als 10 °C höhere Abstrahlungstemperatur auf.

Pflege

Um den ordentlichen Eindruck des Schottergartens zu erhalten, muss man den Steinbelag schon nach relativ kurzer Zeit regelmäßig vollständig abräumen und reinigen, ebenso wie das darunter liegende Unkrautvlies. Dazu ist in der Regel ein Hochdruckreiniger nötig. Die Arbeiten sind aufwändig und anstrengend.

Der Steingarten

Vorweg: Der Steingarten hat nichts mit dem Schottergarten zu tun. Irrtümlich werden die beiden Begriffe oft verwechselt. Ein Steingarten ist im Gegensatz zur bewusst kahlen Fläche von Schottergärten eine bepflanzte Anlage, die sich an Vorbildern in der Natur orientiert. Ein solcher Vorgarten ist zwar mit Steinen angelegt, er imitiert aber die felsigen und nährstoffarmen Böden von Bergregionen. Dort wachsen spezialisierte Pflanzen, die an die kargen Bedingen angepasst sind und sowohl Hitze und Trockenheit als meist auch strengen Frost aushalten.

Wer einen Steingarten anlegen will, kann dafür Felsgestein mit kantigen Formen, Natursteine oder rundliche Findlinge aus Gletschergebieten in unterschiedlicher Größe verwenden. In Hanglage bietet sich auch eine Trockenmauer an, um den Höhenunterschiede abzufangen. Für den Steingarten eignen sich sowohl anspruchslose heimische Gartenpflanzen als auch nachgezüchtete Pflanzen aus dem Alpenraum – aber bitte keine Wildpflanzen. So kann man beispielsweise eine Gebirgswelt im Kleinen mit hochalpinen Pflanzenarten schaffen.

Steingarten
Der pflegeleichte Steingarten. Bild: Karin Jähne / stock.adobe.com

Vor- und Nachteile

  1. Der wichtigste Vorteil für Menschen, die wenig Aufwand betreiben wollen: Ein Steingarten benötigt so gut wie keine Pflege. Die Anlagen sehen fast immer reizvoll aus.
  2. Wer am Hang wohnt und seinen Vorgarten mit einer Trockenmauer abstützt, kann diese ebenfalls bepflanzen.
  3. Gut für die Artenvielfalt: Hohlräume zwischen den Steinen bieten Versteckmöglichkeiten, Nistgelegenheiten oder Behausungen für eine Vielzahl an Tieren. Amphibien, Käfer, Erdhummeln oder Wildbienen fühlen sich hier wohl.
  4. Ein Steingarten bietet keine gravierenden Nachteile. Als Nachteil könnte man im Vergleich zu einer mit Stauden bepflanzten Fläche möglicherweise die geringere Auswahl an Pflanzen ansehen, und dass diese eine gewisse Zeit zum vollständigen Bewachsen der Fläche benötigen.


Pflege

Einen Steingarten kann man im Wesentlichen sich selbst überlassen. Lediglich in der Anwachsphase der Pflanzen und in extrem trockenen Zeiten sollte man einen solchen Vorgarten gießen. Da die Bepflanzung auf dem nährstoffarmen Stein-Boden-Gemisch meist relativ langsam wachsen, müssen sie nur selten zurückgeschnitten oder geteilt werden.

Der begrünte Vorgarten mit Stauden und Gehölzen

Ein begrünter Vorgarten bietet Gestaltungsmöglichkeiten für alle Bedürfnisse. Mit Pflanzen kann man dem Vorgarten eine räumliche Struktur verleihen und ihn dreidimensional in Szene setzen. Dazu setzt man bei der Wahl der Bepflanzung Abstufungen in der Höhe ein, vom großen Strauch oder Baum bis zum niedrigen Bodendecker. Einen kleinen Vorgarten kann man so optisch größer wirken lassen, wenn man ihn für den Betrachter mit Nischen und Teilräumen erlebbar macht. Wer möglichst wenig Pflegeaufwand betreiben will, sollte vor allem auf Stauden (mehrjährige Pflanzen, die sich in ihrem Wuchs ausbreiten) und Gehölze setzen. Einmal gepflanzt, können sie in der Regel über viele Jahre dort verbleiben und erfordern keine Neupflanzungen. Um das ganze Jahr Blüten und Dekoration zu erhalten, kann man die Pflanzen gezielt auswählen und aufeinander abstimmen. Pflanzpläne bieten zum Beispiel manche Staudengärtnereien an, oder Sie lassen sich beim NABU inspirieren.

Bepflanzter Vorgarten
Ein bodendeckend bewachsener und vor allem mit Stauden bepflanzter Vorgarten. Bild: Verbraucherzentrale NRW



Wer Akzente setzen möchte, kann etwa einen Baum als Hochstamm setzen und ihn mit Stauden oder Bodendeckern unterpflanzen. Oder man setzt einzeln stehende, sogenannte Solitärstauden oder Zwerggehölze zum Beispiel mit einer auffallenden Färbung oder Blattform an eine exponierte Stelle. Auch so schafft man auf kleiner Fläche räumliche Tiefe.

Durch die meisten Vorgärten führt ein Weg. Selbst diesen kann man begrünen, etwa durch Pflasterbeläge mit breiten Fugen oder Rasengittersteine. Wer gerne barfuß geht, schätzt den angenehmen Unterschied eines solchen Weges zum aufgeheizten, voll verfugten Pflaster im Sommer. Und stachelige oder dornige Pflanzen als Hecke geschnitten können beispielsweise die Funktion eines Zauns übernehmen. Nicht selten muss im Vorgarten auch das Fahrradhäuschen oder die Mülltonnenbox ihren Platz finden. Eine Dachbegrünung dafür oder auch rankende oder klimmende Pflanzen rundherum machen ein solch funktionales Element gleich viel lebendiger und ansehnlicher.

Vor- und Nachteile

  1. Der begrünte Vorgarten sieht gut aus und schafft einen Empfang zum Wohlfühlen für Besucher. Wer von der aufgeheizten Straße kommt und in die grüne Oase tritt, spürt direkt die angenehme, kühlere Umgebungsluft.
  2. Ein begrünter Vorgarten bietet Nahrung und Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten und kleinen Tieren. Das ist wichtiger denn je angesichts der schwindenden Artenvielfalt.
  3. Der begrünte Vorgarten schützt das Haus bei Starkregen, denn er bietet eine Versickerungsfläche für Regen- und Schmelzwasser und entlastet damit die Kanalisation.
  4. Die Begrünung im Vorgarten wirkt bei Hitze kühlend und somit wohltuend für das Mikroklima am Haus.
  5. Die Beschaffung von Stauden muss nicht teuer sein. Da sie ab und an geteilt werden müssen, kann man auf Pflanzentauschbörsen oder auch von anderen Gartenbesitzern günstig oder kostenfrei Pflanzenableger erhalten.
  6. Der Nachteil eines bepflanzten Vorgarten liegt je nach Ausführung und Lage der Fläche in der Notwendigkeit des Gießens. Je dichter der Boden mit Pflanzen bedeckt oder auch durch Bäume und Sträucher beschattet ist, desto weniger Feuchtigkeit verdunstet, und das Gießen ist seltener nötig.


Pflege

Der Aufwand zur Pflege eines Staudengartens ist relativ gering. Einmal angelegt, kann er so lange bestehen und sich entwickeln. Bei Stauden und Gehölzen ist es direkt nach dem Pflanzen im Frühjahr oder Herbst und in sehr trockenen Perioden nötig zu gießen. Solange die Stauden auch noch nicht den ganzen Boden bedecken, ist es sinnvoll, die Wildkräuter in den Zwischenräumen zu jäten. Im Frühjahr schneidet man die Stauden zurück, abgestorbene Blüten und Samenstände dienen Insekten als Winterquartier und den Menschen als Dekoration. Ist die Bodenfläche schon sehr dicht bewachsen, sollten Stauden alle paar Jahre im Frühjahr geteilt und damit verkleinert werden. So bleiben sie gesund, die entstandenen Lücken wachsen schnell wieder zu.

Eine Auswahl an bodendeckenden Pflanzen für den begrünten Vorgarten

Phlox subulata (Polsterphlox, Sonne) 
Acaena microphylla (Braunblättriges Stachelnüsschen, Sonne) 
Lysimachia nummularia (Pfennigkraut, Sonne bis Halbschatten) 
Bistorta affinis (Teppich-Knöterich, Sonne bis Halbschatten) 
Alchemilla mollis (Frauenmantel, Sonne bis Halbschatten) 
Ajuga reptans (Günsel, auch als rotblättrige Sorte 'Atropurpurea', Sonne bis Halbschatten)
Cotula squalida (mattenartiger Wuchs, 3-5 cm Höhe, Sonne bis Halbschatten) 
Vinca minor (Kleinblättriges Immergrün, Sonne bis Schatten) 
Waldsteinia ternata / Waldsteinia geoides (Halbschatten) 
Cornus canadensis (Kanadischer Hartriegel [bodendeckendes Gehölz], Halbschatten) 
Asarum europaeum (Haselwurz, Halbschatten) 
Pachysandra terminalis (Halbschatten bis Schatten) 
Epimedium perralchicum (Halbschatten bis Schatten) 
Galium odoratum (Waldmeister, Halbschatten bis Schatten) 
Lamium maculatum (Gefleckte Taubnessel, Halbschatten bis Schatten) 
Tiarella cordifolia (Herzblättrige Schaumblüte, Halbschatten bis Schatten) 
Lamiastrum galeobdolon (Goldnessel, Halbschatten bis Schatten
 

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz